Kunstraub in der NS-Zeit

Welche Künstlerinnen und Künstler verfemt und verfolgt, welche Kunststile als unangemessen und mit vorgeblichem deutschen Kunstempfinden unvereinbar verachtet wurden, darüber hat in diesem Blog der Beitrag "Maler, Museen und Motive oder wie aus "Entarteter Kunst" Raubkunst wurde (1. Teil)" im Mai 2018 informiert. Entsprechend dieser negativen Einschätzung und Etikettierung moderner Kunst ist die nationale öffentliche … Kunstraub in der NS-Zeit weiterlesen

Kunstraub In Napoleonischer Zeit

Einleitung Die verschiedenen Stationen und Details aus dem Leben Napoléons sind hinlänglich bekannt und häufig genug beschrieben worden. Zwischen den frühen Jahren auf Korsika und dem finalen Exil auf St. Helena im Südatlantik spannt sich ein überreicher Bogen auf. Wichtiges von Ereignissen geringerer Relevanz unterscheiden zu wollen, ist kein ganz einfaches Unterfangen, da nahezu jeder … Kunstraub In Napoleonischer Zeit weiterlesen

Kunstraub in der Antike

Werden einer privaten Sammlerin oder einem Sammler Kunstgegenstände von einigem Wert durch Diebstahl oder der strafrechtlich schwerwiegenderen Variante durch Raub entwendet, hält sich die öffentliche Anteilnahme für gewöhnlich in überschaubaren Grenzen. Es hat ja offensichtlich niemanden getroffen, der oder die sich diesen Luxus nicht hätten leisten können. Trifft es dagegen, wie im November 2019 in … Kunstraub in der Antike weiterlesen

Buchbesprechung: „Die Öffnung der Welt“ von Angelos Chaniotis

Hellenismus zu Zeiten des römischen Kaisers Hadrian? Es war die 31 v. Chr. im Mittelmeer bei Actium ausgefochtene Seeschlacht, die zugunsten Octavians entschieden wurde und seinem Gegenspieler Marcus Antonius die alles entscheidende Niederlage beibrachte. Wer mit Antonius verbündet war, hatte vom Sieger wenig Gutes zu erwarten. Die verdüsterten Zukunftsaussichten Kleopatras VII., der ägyptischen Herrscherin, bestanden … Buchbesprechung: „Die Öffnung der Welt“ von Angelos Chaniotis weiterlesen

Zum 250sten Geburtstag von Friedrich Hölderlin

Am 20. März 2020 wird überall dort, wo Dichtung und Sprachkunst geschätzt und gewürdigt werden, an den 250sten Geburtstag Friedrich Hölderlins erinnert. Mal eher still, mal eher weihevoll und feierlich. "An Hölderlin scheiden sich die Geister", schrieb in den frühen 1920er Jahren der Literaturwissenschaftler Franz Zinkernagel als Herausgeber einer fünfbändigen kritisch-historischen Ausgabe der Werke des … Zum 250sten Geburtstag von Friedrich Hölderlin weiterlesen

Athen und das Abenteuer Demokratie (Teil 2)

Ein erweiterter Kreis Während das 6. Jahrhundert v. Chr. sich also seinem Ende zuneigte, die Tyrannis abgeschüttelt war und Kunst und Kultur der archaischen Epoche allmählich den Übergang zur Klassik vollzogen, erwartete die Griechen von Osten her bedrohliches Ungemach, da sie es mit dem expandierenden Imperium der Perser zu tun bekamen. Erste Leidtragende unter ihnen … Athen und das Abenteuer Demokratie (Teil 2) weiterlesen

Athen und das Abenteuer Demokratie (Teil 1)

Wer wäre wohl vor gar nicht allzu langer Zeit, sagen wir vor fünfzehn Jahren, auf die Idee gekommen, in der liberalen Demokratie westlichen Zuschnitts, wie wir sie seit Jahrzehnten zu schätzen gelernt haben, ein Auslaufmodell zu sehen, überhaupt ernsthafte Gefährdungen dieser Regierungsform attestieren zu wollen? Die allermeisten hätten derartige Bedenken vermutlich weit von sich gewiesen … Athen und das Abenteuer Demokratie (Teil 1) weiterlesen

Sparta, Ideal der Lieblosigkeit

Heimat der Spartaner war die im Süden Griechenlands gelegene Halbinsel Peloponnes, die mit ihrer Fläche von rund 21.500 Quadratkilometern ein wenig größer als das Bundesland Hessen ist. Die wiederum im Süden der Peloponnes befindlichen Landschaften Lakonien und Messenien nehmen mit ihren zusammengenommen etwa 6.600 Quadratkilometern ein knappes Drittel der auf der Halbinsel vorhandenen Fläche ein. … Sparta, Ideal der Lieblosigkeit weiterlesen

Griechische Geschichte des Altertums: Aspekte des Hellenismus und der Klassik

Hellenismus Als der römische Dichter Horaz davon schrieb, dass das eroberte Griechenland seinerseits den rauen Sieger erobert habe ("Graecia capta ferum victorem cepit..."), war Griechenlands Bedeutung als ernstzunehmender politischer Gegenspieler der aufstrebenden Stadt am Tiber längst dahingeschmolzen. Über das Jahr 168 v. Chr. hinaus überhaupt von territorialer Integrität und Eigenständigkeit sprechen zu wollen, wirkt fraglos … Griechische Geschichte des Altertums: Aspekte des Hellenismus und der Klassik weiterlesen

Troja

Europäische Literatur beginnt nicht mit verbesserungswürdigen Übungsstücken, sondern mit lauttönenden Paukenschlägen. Homers Meisterwerke der epischen Dichtkunst, die Ilias und die Odyssee, sind Einschätzungen führender Altphilologen zufolge gegen Ende des achten vorchristlichen Jahrhunderts entstanden. Die zunächst in der Ilias berichteten Ereignisse von der Entführung Helenas durch den trojanischen Königssohn Paris und die sich daran anschließenden zehnjährigen … Troja weiterlesen