„Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält.“ (Vers 382 f. Faust I) „Das also war des Pudels Kern!“ (Vers 1323 Faust I) Mit seiner Deutung und Auslegung der schon sehr viel älteren sagenhaften Gestalt des Faust hat Johann Wolfgang von Goethe eine Figur geschaffen, die sich auf der zunächst enttäuschten Suche nach unermesslichem … Des Pudels Kern ist… weiterlesen
Gärten der Renaissance
Einleitung Eine naheliegende Frage, die sich beim durchwandernden Betrachten, dem unmittelbaren Erleben eines jahrhundertealten Gartens oder nicht eben neu angelegten Parks stellt, ist diejenige nach dem ursprünglichen Zustand. Was waren die anfänglichen Absichten, die frühen Arrangements der Garten- und Landschaftsbauer bzw. Architekten vor vielen Dekaden und was spätere, vermutlich erst dem Zeitalter des Barock oder … Gärten der Renaissance weiterlesen
Sandro Botticelli: Bilder, Mythen und eine überzeitliche Konzeption von idealer weiblicher Schönheit
Vom um 1445 in Florenz geborenen und 65 Jahre später im Jahr 1510 dortselbst verstorbenen Sandro Botticelli hieß es schon wenige Jahrzehnte nach seinem Ableben, er habe die letzten Lebensjahre verarmt zugebracht. Dabei geht es nicht um irgendwelche beiläufigen von missgünstigen Zeitgenossen kolportierten Gerüchte, sondern immerhin um vom angesehenen Künstlerbiographen Giorgio Vasari 1550 bereitgestellte Informationen. … Sandro Botticelli: Bilder, Mythen und eine überzeitliche Konzeption von idealer weiblicher Schönheit weiterlesen
Architektur der Frührenaissance in Florenz
Zu Beginn des 15. Jahrhunderts, des Quattrocento, war Florenz kurzzeitig zusammen mit Bologna in einer gegen die territorialen Ambitionen Mailands gerichteten Allianz verbündet. Trotzdem konnte man die Einnahme Bolognas durch die Truppen Gian Galeazzo Viscontis, des mächtigen Herzogs von Mailand, im Sommer 1402 nicht verhindern. Der republikanisch verfassten Arnostadt, in der Mitglieder der neun wichtigsten … Architektur der Frührenaissance in Florenz weiterlesen
Die Frührenaissance in Italien: Abschied vom Mittelalter – Aufbruch in eine neue Ära
Einleitung Auf einen der weithin bedeutendsten Humanisten des Trecento, des 14. Jahrhunderts, ist die bis in unsere Gegenwart häufig wiederholte, geläufige und dem entgegenstehende Aspekte wie etwa die Gründung der ersten Universitäten (Bologna 1088, Oxford 1096) bisweilen ausblendende Vorstellung vom Mittelalter als eines dunklen, düsteren Zeitalters zurückzuführen. Die Rede ist von Francesco Petrarca, dessen zahlreiche … Die Frührenaissance in Italien: Abschied vom Mittelalter – Aufbruch in eine neue Ära weiterlesen
Giotto oder wie eine neue Kunstauffassung in der italienischen Malerei des 13. und 14. Jahrhunderts Einzug hält
Soviel ist sicher: Es bedurfte nicht erst der Erkenntnisse und Einsichten der modernen Kunstgeschichte, um ausgiebig zu würdigen, dass sich im Duecento und Trecento - diese beiden italienischen Begriffe haben sich zur zeitlichen Kennzeichnung vor allem der kulturhistorischen Eigentümlichkeiten des 13. und 14. Jahrhunderts auf der Apenninenhalbinsel allgemein durchgesetzt - etwas Außergewöhnliches ereignet hat. Eine … Giotto oder wie eine neue Kunstauffassung in der italienischen Malerei des 13. und 14. Jahrhunderts Einzug hält weiterlesen
Dom, Baptisterium, Campanile und Camposanto auf der Piazza dei Miracoli in Pisa als Bauensemble der italienischen Proto- oder Vorrenaissance
Vorab ein Blick nach Florenz und Rom Gleich mehrere kunst- und baugeschichtlich hochbedeutsame ebenfalls toskanische Bauwerke, die der als Proto- oder Vorrenaissance bezeichneten Stilepoche zugerechnet werden, rücken in den Fokus, sofern man Pisa in östlicher Richtung verlässt. Den Arno aufwärts, nur rund 70 Kilometer Luftlinie entfernt, begegnen uns in Florenz mit den Kirchen San Miniato … Dom, Baptisterium, Campanile und Camposanto auf der Piazza dei Miracoli in Pisa als Bauensemble der italienischen Proto- oder Vorrenaissance weiterlesen
Ein Klassiker der Geschichtsschreibung: „Die Kultur der Renaissance in Italien“ von Jacob Burckhardt
Einleitung Heute gilt nach allgemeiner Auffassung der im 16. Jahrhundert lebende, in Arezzo gebürtige Architekt, Maler und Künstlerbiograph Giorgio Vasari als derjenige, der zuerst mit dem Begriff "rinascità" eine - nach eigenen Worten - die "Barbarei der Goten" ablösende Wiedergeburt der Künste erkannt hat. In der oftmals abgekürzt als "Le vite" zuerst 1550 in Florenz erschienenen zweibändigen, … Ein Klassiker der Geschichtsschreibung: „Die Kultur der Renaissance in Italien“ von Jacob Burckhardt weiterlesen
Der Deutsche Orden: Mission und Expansion im südöstlichen Ostseeraum
Von heute aus betrachtet, ist es einer höchst eigentümlichen historischen Wendung geschuldet, der zufolge eine ursprünglich zur Krankenpflege während eines Kreuzzuges in der Levante unter dem Druck der Ereignisse angetretene karitative Gemeinschaft sich bald danach zu erfolgreichen Staatsgründern im Raum der späterhin als West- und Ostpreußen bezeichneten Regionen bzw. im Baltikum gewandelt hat. Wie aus … Der Deutsche Orden: Mission und Expansion im südöstlichen Ostseeraum weiterlesen
Die Hanse: Von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Städten gemeinschaftlich organisierter Handel zu Lande und auf dem Wasser
Die Anfänge Gleich in mehrfacher Hinsicht ist der bemerkenswerte, über nicht wenige Generationen andauernde wirtschaftliche Erfolg, den der Hanse zugehörige oder nahestehende Städte (s. Abb. 1, 2) für sich verbuchen konnten, in nuce auf einen einst freundschaftlich verbundenen, später dann in Ungnade gefallenen Vetter des Staufers Kaiser Friedrich I. Barbarossa zurückzuführen. Die Rede ist vom … Die Hanse: Von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Städten gemeinschaftlich organisierter Handel zu Lande und auf dem Wasser weiterlesen
Das mittelalterliche Rathaus als baulicher Ausdruck eines breiten und zunehmend immer umfangreicheren Aufgabenspektrums der städtischen Selbstverwaltung
Nur allzu gerne möchte man zu Gast in einer aufwendig mit viel Liebe zum Detail restaurierten fast schon filmreifen Kulisse einer mittelalterlichen Stadt, ob nun hierzulande oder anderswo in Europa, im örtlichen Rathaus den Stein gewordenen Ausdruck des Bürgerstolzes, der Selbstbehauptung vieler zumeist namenloser längst verstorbener Einwohner gegen die obrigkeitlichen Ansprüche eines mehr oder weniger … Das mittelalterliche Rathaus als baulicher Ausdruck eines breiten und zunehmend immer umfangreicheren Aufgabenspektrums der städtischen Selbstverwaltung weiterlesen